Contracting Award 2026
Zusammen mit der Energie & Management haben wir am 22.06.2026 den Contracting Award für vorbildliche Projekte aus der jüngsten Projektpraxis verliehen.
Vorzeigeprojekte ausgezeichnet
Der diesjährige Contracting Award, gestiftet von der Fachzeitschrift Energie & Management und dem vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting – geht in diesem Jahr an die empact GmbH. Das Unternehmen überzeugt mit seinem Projekt „Dockyard“ in Berlin. Mit dem Projekt Dockyard – Integriertes Energie- und Wärmeliefer-Contracting zeichnet die
Jury ein Projekt aus, das in besonderer Weise zeigt, wie Contracting im urbanen Raum zu einem integrierten, klimaneutralen und stadtverträglichen Energiesystem weiterentwickelt werden kann.
Alle zwei Jahre
Für den Contracting Award eingereicht werden konnten Projekte, die in den mittleren Leistungsbereich fallen und neue Ideen für die Energielieferung oder bei Kooperationsformen entwickelt haben. Beurteilt und prämiert wurde nicht vorrangig die Technik, sondern auch das übergreifende Organisations- und Betreibermodell, das sich auch auf die Übernahme und optimierende Betriebsführung vorhandener Altanlagen beziehen kann. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Der Gewinner wird traditionell mit der Bronzeskulptur des Künstlers Robert Harbauer ausgezeichnet.
Die Verleihung fand am 22. Juni auf der Opening Night im Rahmen unseres Jahreskongresses in Berlin statt.
Gewinner: empact GmbH
Mit dem Projekt Dockyard – Integriertes Energie- und Wärmeliefer-Contracting zeichnete die Jury ein Projekt aus, das in besonderer Weise zeigt, wie Contracting im urbanen Raum zu einem integrierten, klimaneutralen und stadtverträglichen Energiesystem weiterentwickelt werden kann. Das Anlagen- und Betriebskonzept überzeugte durch seine konsequente Systemlogik. Für den siebengeschossigen Bürokomplex in Holzhybridbauweise an der Stralauer Allee in Berlin hat die empact GmbH ein Energieversorgungssystem realisiert, das Photovoltaik und Photovoltaik-Thermie, Wärmepumpen, Eisspeicher, gebäudeeigene Abwärme und digitale Betriebsführung intelligent miteinander verbindet.
2. Platz: EnBW Contracting GmbH
Mit dem Masterplan CO₂-Reduktion – Neue Energieversorgung am Chemiestandort in Seelze würdigte die Jury ein Projekt von außergewöhnlicher industrieller Dimension. EnBW Contracting und Solstice Advanced Materials zeigen, wie Contracting auch dort wirksam werden kann, wo die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Temperatur- und Medienniveaus, Betriebsstabilität und Wirtschaftlichkeit besonders hoch sind: in der chemischen Industrie. Das Projekt ist damit nicht nur ein starkes Einzelvorhaben, sondern ein wichtiger Beitrag zur Frage, wie energieintensive Standorte auf dem Weg zur Klimaneutralität transformiert werden können.
3. Platz: E1 Energiemangement GmbH
Mit dem Energieeinspar-Contracting-Projekt der Gemeinde Edingen-Neckarhausen zeichnete die Jury ein Projekt aus, das auf besonders überzeugende Weise zeigt, welche Kraft im klassischen Energiespar-Contracting liegt, wenn es konsequent, messbar und partnerschaftlich umgesetzt wird. Das Projekt betrifft sieben kommunale Liegenschaften – darunter Verwaltungsgebäude, Schulen, Sporthallen, Museum und Freizeitbad – und adressiert damit genau jene Gebäude, in denen sich die kommunale Wärmewende im Alltag bewähren muss.
Weitere Infos zu den nominierten Projekten finden Sie hier
Die Jury des Contracting Awards
Oliver Bornkamm
Referatsleiter
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Tobias Dworschak
Vorsitzender des Vorstandes
vedec e.V.
Heidi Roider
Redakteurin
Energie & Management
Stefan Sagmeister
Chefredakteur
Energie & Management
Katrin Eder
Umweltministerin & Landtagsabgeordnete Rheinland-Pfalz
Bewertungskriterien
Nach diesen gleichgewichteten Kriterien beurteilte ein unabhängiges Expertengremium den Innovationscharakter der Projekt und entschied über die Vergabe des Contracting Awards.
1. Anlagen- und Betriebskonzept
Welche technischen Bausteine sind im Anlagen- und Betriebskonzept zur Energieversorgung integriert? Welche End- und Primärenergiebilanz kann das Projekt vorweisen?
2. Umweltentlastung
Inwiefern entlastet das Projekt nachweislich und deutlich die Umwelt und wodurch findet eine Ressourcenschonung statt? In welchem Umfang setzt das Projekt auf erneuerbare Energien?
3. Sektorenkopplung
Inwiefern koppelt das Projekt unterschiedliche Sektoren (Wärme, Strom, Mobilität, Kälte, Dampf, Beleuchtung etc.) intelligent und nachhaltig?
4. Innovation
Wodurch erhält das Projekt einen innovativen Charakter?
Durch welche Aspekte lässt sich das Projektkonzept auf Folgeprojekte übertragen?
5. Faires und transparentes Vertragsmodell
Wie wurde das Vertragsmodell ausgestaltet und inwiefern wurden die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit und Tragfähigkeit für die Nutzenden und alle Beteiligten berücksichtigt?
Wurde eine partnerschaftliche Gemeinschaftslösung zwischen Contracting-Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Industrie, Gewerbe, Kommune oder anderen angestrebt?
6. Zeitraum
In welchem Zeitraum fanden die Projektentwicklung und Realisierung statt?
Wie wurde der pragmatische Stufenplan für die Projektentwicklung und Realisierung ausgestaltet?
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